Dienste in Übersee

Friedensfachkraft (w/m/d) bei renommierter Netzwerkorganisation mit zahlreichen Mitgliedsorganisationen in Nepal

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein globales Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Fachkräfte des ZFD unterstützen Partner vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden. In Nepal ist der ZFD von Brot für die Welt seit 2016 tätig und beginnt 2021 eine neue Programmphase. Ansätze zum Aufbau von Dialogprozessen auf Gemeindeebene wirken konfliktpräventiv und tragen zu einer gewaltfreien Konflikttransformation bei. Sie stärken den sozialen Zusammenhalt. Dafür arbeitet Brot für die Welt mit seiner Partnerorganisation SANJAL und ihren Mitgliedsorganisationen und stärkt besonders die Teilhabe von Jugendlichen, jungen Menschen, Mädchen und Frauen.

SANJAL ist ein renommiertes Netzwerk von kleinen lokalen Nichtregierungsorganisationen in ländlichen, sehr abgelegenen Gebieten. In der jeweiligen lokalen Gesellschaft nimmt es Einfluss auf das friedliche Zusammenleben von religiösen und ethnischen Minderheiten und Mehrheits-gruppen. Im Fokus steht die Frage der Relevanz von Religion für gesellschaftliche Konflikte, denn viele Konflikte um den Zugang zu Ressourcen, die für bessere Lebensbedingungen notwendig sind, treten zwischen religiösen Gruppen auf. SANJALs Ansatz für Dialogförderung bezieht verschiedene, potenziell konfliktive Dimensionen gesellschaftlicher Fragmentierung ein, zum Beispiel auch die ethnische Identität oder Kastenzugehörigkeit. Für die Mitwirkung an Fortbildungen von Kolleg*innen bei SANJAL und von Mitarbeitenden ihrer Mitgliedsorganisationen wird eine entwicklungspolitische internationale Friedensfachkraft gesucht. Diese trägt dazu bei, Friedensarbeit zu initiieren, durchzuführen und Erfolge zu doku-mentieren um diese für Lernprozesse mit Friedensakteuren zu teilen.

Der Sitz ist in Kathmandu.

Der Zivile Friedensdienst

Der Zivile Friedensdienst (ZFD) ist ein Programm für Gewaltprävention und Friedensförderung in Krisen- und Konfliktregionen. Es setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte ohne Gewalt geregelt werden. Neun deutsche Friedens- und Entwicklungsorganisationen – unter ihnen Brot für die Welt - führen den ZFD gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durch. Der ZFD wird von der Bundesregierung gefördert. Fachkräfte des ZFD unterstützen Menschen vor Ort langfristig in ihrem Engagement für Dialog, Menschenrechte und Frieden. Aktuell arbeiten mehr als 350 internationale ZFD-Fachkräfte in 43 Ländern.

Angesichts ihrer Netzwerke und Partner auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen bieten Hilfswerke weltweit direkten Zugang und Möglichkeiten, um Friedensprozesse mitzugestalten. Partnerorganisationen von Brot für die Welt und Friedensfachkräfte nehmen Einfluss darauf, den Kreislauf von Gewalt zu durchbrechen, für die Werte von Frieden und gewaltfreier Aktionen zu sensibilisieren und Partnernetzwerke bei der Vertiefung ihrer Kenntnisse für eine gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Dialogprozessgestaltung zu unterstützen.

Friedensfachkräfte tragen dazu dabei, Strukturen aufzubauen, in denen gewaltfreie Konfliktbearbeitung langfristig verankert und Informationsgrundlagen für faktenbasierte Dialoge möglich ist. Der Ansatz besteht in einem interreligiösen Dialog sowie darin, Frauen als Schlüsselakteure für integrative Veränderungen und in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu bestärken. Ihre Stimmen sollen gehört und ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen gesteigert werden.

Die Aufgaben

In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Kolleg*innen von SANJAL und von zahlreichen Friedensinitiativen engagieren Sie sich vor allem durch

  • Fachliche, technische Unterstützung und Kompetenzausbau für eine wirksame Planung und Durchführung von friedensbezogenen Projekten und Programmen
  • Unterstützung bei der Erstellung von Berichten
  • Unterstützung und Beratung dabei, innovative und vielversprechende Ansätze und Erkenntnisse im Bereich der Friedenskonsolidierung bei den Zielgruppen zu identifizieren, zu dokumentieren und mit relevanten Akteuren in Nepal zu teilen
  • Unterstützung bei der Identifizierung und Lösung bestehender und aufkommender Konflikte
  • Dienstreisen in unterschiedliche Provinzen Nepals, im Umfang von 50 % der Arbeitszeit

Ihr Profil

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium der Sozialwissenschaften, Friedens- und Konfliktforschung, Internationale Beziehungen oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Mindestens fünfjährige relevante Berufserfahrung, möglichst mit Erfahrungen in der Re-gion
  • Sichere Anwendungskenntnisse von partizipativen Methoden in der Erwachsenenbildung und konfliktsensibler Methoden entsprechend des Do-No-Harm-Ansatzes
  • Verhandlungssichere Englischkenntnisse
  • Interkulturelle Kompetenz, Offenheit und Motivation für die Integration in die Kultur Nepals
  • Flexibilität und Motivation für Dienstreisen in Nepal

Bitte beachten Sie, dass die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz eine formelle Voraussetzung ist.

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Kathmandu
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