24. März 2025

Call for Abstracts: Interdisciplinary Approaches to Slow Violence and Political Harm

Vierte Jahreskonferenz (2025): Beyond the Spectacle

SAVE THE DATE

  • Wann? 19. bis 21. November 2025
  • Wo? Marburg
  • Frist für Einreichungen: 1. April 2025

Call for Abstracts

In einer Zeit, in der offene politi­sche Aggression und exzessive Gewalt­anwendung durch staatliche Akteure den globalen Medien­diskurs und die öffentliche Debatte dominieren, bleiben subtilere For­men von Gewalt oft uner­kannt. Wie können wir diese For­men der Gewalt verstehen, beob­achten und theoreti­sieren? Und in welchem Verhält­nis stehen sie zu den auffälligeren Formen direkter Ge­walt, die den öffent­lichen Dis­kurs beherrschen? Das Konzept der „slow violence“ bietet einen inter­disziplinären Rahmen für die Beobachtung und Unter­suchung dieser subtilen Gewalt­dynamiken. Es durchbricht die traditionellen Vor­stellungen von Gewalt und lenkt die Aufmerk­samkeit darauf, wie strukturelle Ungleich­heiten über lange Zeit­räume hinweg grund­legendes, aber uner­kanntes Leid er­zeugen. 

Auf­bauend auf dieser konzeptio­nellen Öff­nung zielt die englischsprachige TraCe-Jahres­konferenz „Beyond the Spectacle: Interdisciplinary Approaches to Slow Violence and Political Harm“ vom 19. bis 21. November 2025 in Mar­burg darauf ab, die Forschung zu Gewalt und ihrer Trans­formation zu ver­tiefen. Eingeladen sind Wissen­schaftler:innen aller Fach­richtungen, die konven­tionelle Theorien politi­scher Gewalt durch die Betonung ihrer Über­schneidungen mit Zeit, Raum und Macht hinter­fragen und innovative An­sätze zur Be­wältigung von Heraus­forderungen in Bezug auf Sicht­barkeit, Re­präsentation, Gerechtig­keit und Rechenschafts­pflicht in lokalen und trans­nationalen Kon­texten ent­wickeln wollen. Hierzu laden wir dazu ein, Beiträge zu „slow violence“, „political harm“ und an­grenzenden Konzepten ein­zureichen, die sich kritisch mit dem Konzept auseinander­setzen oder es weiter fassen. 

Der Call for Abstracts ist als englisch­sprachiger Download (PDF) verfügbar. Die Kon­ferenz wird von Felix AnderlKristine Andra AvramThorsten BonackerAnika Oettler und Mariel Reiss (alle Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg) organisiert.