Multipolaritäten – Die Ordnungsvorstellungen der anderen
Das Paper untersucht, wie verschiedene Staaten den Begriff „Multipolarität“ verstehen und politisch nutzen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Multipolarität in Debatten über die zukünftige Weltordnung häufig verwendet wird, jedoch unterschiedliche und teils widersprüchliche Bedeutungen hat.
Die Autor:innen analysieren die Ordnungsvorstellungen von sieben Staaten und zeigen, dass Multipolarität nicht einheitlich definiert ist. Während Russland und China damit die US-dominierte Ordnung infrage stellen, sehen andere Staaten wie Indien oder Südafrika darin vor allem größere außenpolitische Handlungsspielräume. Für Deutschland und die EU empfiehlt die Studie, diese unterschiedlichen Perspektiven ernst zu nehmen und daraus konkrete Reformansätze für die internationale Ordnung abzuleiten.
