18. September 2021
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Aufklären statt Anheizen – konfliktsensitiv berichten

Foto: © Thomas Wolf, www.foto-tw.de (CC BY-SA 3.0 DE)

Der Journalistinnenbund veranstaltet am 18. September in Essen eine (hybride) öffentliche Fachtagung „Aufklären statt Anheizen – konfliktsensitiv berichten“.

Krisen, Kriege und Krankheiten scheinen das 21. Jahrhundert fest im Griff zu halten. In Zeiten der Digitalisierung findet das alles immer und überall gleichzeitig statt. Die sich immer schneller drehende Nachrichtenspirale hat die demokratische Streitkultur verändert. Bislang geltende Regeln und Normen werden gebrochen, die Gesellschaft driftet zunehmend auseinander. Auch die Medien tragen zur Radikalisierung des Diskurses bei. Sensationen verkaufen sich gut, doch kritische Berichte und Kommentare dürfen weder Tatsachen verzerren, Konflikte unnötig anheizen noch andere Ansichten verunglimpfen.

Journalist*innen sind für die Meinungsbildung unserer Gesellschaft mitverantwortlich. Auch deshalb wird die Fachtagung „Aufklären statt Anheizen – konfliktsensitiv berichten“ veranstaltet. Im Austausch mit Expert*innen aus den Bereichen Kommunikation, Medienpsychologie und Sozialwissenschaften soll deutlich gemacht werden, was Meinungen, Vorurteile und Emotionen in der journalistischen Berichterstattung bewirken.

Verantwortungsvoller Journalismus ist verpflichtet, gründlich recherchierte Sachverhalte in eine adäquate Berichterstattung einzuordnen. Mit der Tagung wollen wir Wege aufzeigen, wie Medienschaffende bewusst mit Konflikten umgehen und eine demokratische Streitkultur fördern können.

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