Spotlight

Perspektiven zu aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten

(c) Unsplash / USGS 

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie die damit verbundene Gewalt und Eskalation in der Region hat verheerende Auswirkungen für die betroffenen Gesellschaften und stellen die lokale und internationale Zivilgesellschaft vor massive Herausforderungen. Sie werfen grundlegende Fragen für zivile Konfliktbearbeitung, Friedensförderung, Menschenrechte, Völkerrecht und die regelbasierte internationale Ordnung auf.

Innerhalb weniger Wochen nach den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar 2026 und der seither anhalten Eskalation im Iran, Libanon, Irak, Isreal und den Golfstaaten hat sich die Lage massiv verschärft. Die Anzahl der getöteten Menschen in den betroffenen Ländern steigt seit dem Ausbruch des Krieges. Große Teile der Infrastruktur im Iran, im Libanon sowie in Teilen der Golfregion wurden und werden weiterhin zerstört. Gleichzeitig steht die Zivilgesellschaft und ihre Handlungsspielräume in den betroffenen Ländern unter wachsendem politischem und finanziellem Druck.

Aus friedenspolitischer Perspektive drückt sich in dieser Entwicklung erneut eine zunehmend dominante Logik von Versicherheitlichung aus. Wo Gewalt als Mittel politischer Durchsetzung normalisiert wird, geraten zivile Ansätze der Konfliktbearbeitung, internationales Recht und die Stimmen der betroffenen Gesellschaften massiv unter Druck. Die bislang ausbleibende klare Positionierung der Bundesregierung zu Völkerrechtsverletzungen durch den Angriff der USA und Israels trägt zur weiteren Schwächung der regelbasierten internationalen Ordnung bei. Krieg darf kein Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele oder von Regimewechseln sein.

Als Akteur:innen der zivilen Konfliktbearbeitung fragen wir: Welche Auswirkungen hat dieser Krieg auf die Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Region? Wie können lokale Initiativen in der Region wirksam unterstützt werden? Und welche Rolle kann transnationale Solidarität in dieser Situation spielen?

Mit dieser Spotlightseite bündeln wir Analysen, Stellungnahmen, Hintergrundmaterialien und Ressourcen aus unserem Netzwerk und darüber hinaus. Die Zusammenstellung soll Orientierung bieten, Perspektiven sichtbar machen und dazu beitragen, friedenspolitische Debatten zu stärken. Die Sammlung wird fortlaufend erweitert. Anregungen oder Hinweise sind willkommen an: redaktion[at]pzkb.de 

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